Ginger Nr. 4 und Betula Nr. 1

Bei der ganzen Anpasserei bei der ersten Ginger Jeans muss ich mindestens noch 6 Stück nähen.... Aber das ist kein Problem. Die eigene Jeans nähen zu können ist einfach toll.
Hosentasche
Ich bin auch meiner Meinung nach vorsichtig genug im Netz unterwegs, da kann ich es mir  mal erlauben, meinen Hintern zu zeigen (ja, da gibt´s jemand, der sich daran stört).
Drum gleich nochmal.
Tja, machmal kann man auch Quatsch machen, wenn man mit Selbstauslöser fotografieren muss. Aber die Sachen wollte ich euch schnell zeigen, es ist nämlich schon Ginger Nr. 5 in Arbeit.
Die Fortschritte könnt ihr übrigens HIER verfolgen.
Jeans
Grundsätzlich gefällt mir auch diese Ginger sehr gut, aber ich hab den Bund vorschnell angenäht und eine Anprobe vergessen, jetzt ist er natürlich etwas zu weit.
Closet Case Patterns
Unglaublich, wie sehr sich ein anderes Material auf die Beschaffenheit auswirkt. Aber mit Gürtel gehts und ich trag eh meistens was drüber.
Hosentaschen
Zum Stoff kann ich euch nicht viel sagen, der war aus meinem Stash und könnte aus der Karstadt Restekiste sein. Das weiße Garn ist "Extra stark" von Güermann, die Nieten sind von Prym.


Dazu trage ich meine Betula Nr. 1. Mir haben die Bündchen mit den Schlitzen so gut gefallen, das musste ich mal versuchen.
Fabelwald
Da ich wollte, dass die Schlitze exakt werden, hab ich die Übergänge immer vorher mit der Nähmaschine genäht.
 Hier sieht man auch was von der tollen Melierung des Stoffes.

 Beim Ausschneiden des Schnittmusters hab ich gleich ein bisschen angepasst, obenrum 44 und untenrum 42 ausgeschnitten.
Hosentasche
Eine kleine Biese vorne und hinten, damit es nicht zu schlicht wird. Der Stoff heißt "Jenna" und ich hab ihm vom Sonntagshasen.
Betula

Infos:
  • Schnittmuster: Jeans Ginger von Closet Case Patterns, Betula von Fabelwald
  • Stoffe: Jeans aus dem Stash, Sweat von Sonntagshase
  • Garne: Extra Stark von Güterman
  • Maschinen: Bernina L460, Bernina B530
  • Kamera: Sony Alpha 6000
  • verlinkt bei MeMadeMittwoch

Two Takes aus Viskosestrick Kai von Swafing

Es gibt Schnitte, die faszinieren mich und trotzdem brauch ich ewig, bis ich sie nähe. So ging es mir mit dem Two Takes von Ottobre. Das Modell im Heft 5/16 hat mich sofort angesprochen. Ich wollte schon immer mal was mit "Links-Look" nähen. Aber ihr wisst ja, die To-Sew-Liste ist lang (habt ihr auch eine bei Sewunity?). Als der Stoff "Kai" von Swafing allerdings hier ankam, war mir gleich klar, dass es ein Two Takes werden musste.
Also landete er gleich in der Waschmaschine. Das Ergebnis allerdings hat mich schon etwas überrascht. Kai hatte Pilling (ich find das so klasse mit den Vornamen bei Swafing, das ergibt manchmal echt tolle Sätze....).
Ich hab mich ein bisschen informiert, und auch den Händler angeschrieben. Mein Ergebnis war, dass zwei Meter Kai einfach zu viel für die Waschmaschine waren. So entstand die Reibung, die zum Pilling führte. Notiz an mich, da ich ja fast immer zwei Meter kaufe: Wasserstand der Maschine erhöhen beim Vorwaschen.
Da Kai ja immer so noch so kuschlig weich war, hab ich ihn einfach erst mal gründlich rasiert und dann zugeschnitten. ;)

Ein paar Änderungen musste ich machen. Nicht am Schnitt selbst, der sitzt ja ziemlich leger, da habe ich auf Anpassungen verzichten können. Die Kante des Vorderteils (ich nenn das jetzt mal Vorderteil. Man kann den Two Takes ja beliebig tragen, aber irgendeinen Namen muss das Teil ja bekommen) habe ich nicht eingeschlagen, da Kai dicker als der angegebene Stoff ist. Für einen schönen Abschluss wurde mit der Ovi und Bauschgarn eingefasst.
Wegen der Dicke musste ich auch am Halsaussschnitt umplanen und so hab ich einen Streifen einfach zusammengefaltet und an den offenen Kanten knapp zusammengenäht. Der wurde dann rechts auf rechts angenäht, nach oben geschlagen und mit der Cover abgesteppt.
Die offenen Nähte sind alle einfach mit dem Geradstich genäht und dann ordentlich zurückgeschnitten.
Ottobre Design
Wegen der einfachen Lage wurden es dann auch keine Knopflöcher, sondern Jerseydrücker. Ich gebs zu, im Moment nehmen die bei mir Überhand, aber es gefällt mir einfach oft besser und da ich sie jetzt endlich meist fehlerfrei reinbekomme, wird das auch noch eine Zeit lang so bleiben.
Ich arbeite da übrigens nur mit Prym-Zange und Prym-Knöpfen (oder Nieten), weil ich da sicher bin, dass alles passt und auch klappt. Nur bei den Ösen gibts bei mir ein paar von Snaply, weil die einfach mehr Auswahl haben. KamSnaps benutze ich kaum noch, die wandern diese Woche noch in den Flohmarkt.
Ottobre Design
Nach ein paar Wäschen haben die offenen Kanten auch den gewünschten Look.
An den bekannten Stellen pillt Kai zwar noch, aber auch nicht mehr als andere Strickstoffe. Und anscheinend bin ich da auch ziemlich pingelig. Deshalb besitze ich wohl auch drei Fusselrasierer.
Aber jetzt will ich euch den Two Takes noch komplett zeigen:
Ottobre Design Kai Swafing

Kai Swafing

Swafing Kai

Strickpullover
 Der befürchtete Krankenhauskittellook blieb aus. Es ist einfach nur ein Pullover mit Rückenschlitz.
Ottobre Design Woman
Oder eben eine Jacke.
Und da Kai so kuschlig ist, gabs noch eine Mütze dazu.
Tja, damit auch jeder weiß, wo ich herkomme!
Auf jeden Fall kann ich euch sagen, dass man Kai ohne Probleme beplotten kann.

Infos:
  • Stoff: Kai von Swafing
  • Schnittmuster: Two Takes aus Ottobre Nr. 5/16
  • Maschinen: Bernina L460, Bernina 530
  • Plott: Selbst erstellt, Poliflex, geschnitten mit Cameo 3, aufgetragen mit Hobbysqueezy


So war der Plan

Es gibt Stoffe, die schreien nach einem bestimmten Projekt.
Wie dieser Westminster von Swafing, gekauft beim Nähstoffreich.
Ein gerader Mantel sollte es werden. Zum Arbeiten.
Bei uns im Geschäft ist es oft ziemlich kalt. Aber zu eingemümmelt geht ja auch nicht.
Ich sah mich also schon im Cardigan aus Westminster, mit Jeans, grauen Stiefeletten und weißer Bluse.
Dann kam der Stoff. Hm, dünner als ich dachte. Erst mal waschen.
Und dann? Burda Easy oder Ava?
Erst dachte ich an Ava, da hatte ich den Schnitt noch nicht. Also, gekauft und genauer betrachtet...
Leider hat die Erfahrung hat gezeigt, dass angeschnittene Ärmel in Verbindung mit eher dickeren Stoffen und meiner Oberweite nicht so der Knaller sind.

Also Burda Easy. Den Schnitt hatte ich schon mal genäht, aber nicht gezeigt, da aus einer Vorproduktion von Swafing, die so nicht in den Handel kam.
Diesmal sollte es besser klappen.
Aber Westminster hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er ist schief. Egal wie oft ich die Schnittteile umgelegt habe und trotz des relativ geraden Schnittes hab ich es nicht geschafft, zwei perfekt gleiche Vorderteile zu bekommen. Das war halt dann wieder der Nachteil der Wirkware.
Aber gerade das fand ich an Westminster so toll. Ein Muster, das man eher auf Webware erwartet, aber ganz bequem, da super dehnbar.
Irgendwann waren sie annähernd perfekt, dann wollte ich die Taschen aufnähen. Ich dachte noch, mach sie auf links, dann muss das Muster nicht 100ig sein, aber weit gefehlt. Egal, wie ich die Taschen aufgesteckt hab, der Mantel sah immer schief aus.
Gut, dann eben nicht. Dann ohne Taschen und halt nicht perfekt. Schade, wieder nichts fürs Geschäft. Dann also daheim. Schön kuschlig ist er ja. Irgendwie erinnert er mich an einen englischen Adligen im Hausmantel.



Aber wie es immer so ist, manchmal ist das Leben doch gerecht. Ich muss nämlich nicht mehr im kalten Geschäft stehen, sondern kann von zu Hause aus arbeiten. Und das ganz gemütlich in meinem neuen Mantel aus Westminster.
Ich hab ihn dann doch auch draussen getragen und wurde mehrfach darauf angesprochen. Also muss er nicht daheim bleiben, sondern darf mich auch draussen begleiten.
Dann halt immer schön aufpassen, das Smartphone nach dem Benutzen nicht gedankenverloren auf Höhe der geplanten Taschen fallen zu lassen....

Infos:
  • Schnittmuster: Burda Easy
  • Stoff: Swafing Westminster
  • Maschinen: Bernina L460, Janome Cover 2000
  • Tasche: Cambag Tessa
  • Verlinkt bei: RUMS
Übrigens trage ich zum Mantel meine neue Ginger Jeans, aber die zeige ich euch ein andernmal ausführlicher.