Hochkomplizierter Weg zum Cardigan

Während der aufwändigen Arbeit an der perfekt sitzenden Jeans kam der Wunsch nach meiner eigenen Basis-Schnittmustersammlung.
Da ich ja ohnehin immer was ändern muss, dachte ich, es sei einfacher, die Grundaustattung zu haben und dort die Styleelemente einzufügen, die mir grad gefallen.
Gut, die Hose hab ich schon mal.
Dann ging es weiter mit dem einfachen T-Shirt und dem Longsleeve.
Das T-Shirt war relativ schnell gefunden, es wurde das Kimono-Tee. Dort musste ich lediglich an der Hüfte etwas wegnehmen.
Das Longsleeve gestaltete sich schon etwas schwieriger. Die Joana von Farbenmix fiel sofort wieder raus (mir fiel erst zu spät ein, dass mir schon die ersten Versuche nicht gepasst hatten), das Freebook Nike von Makerist hat mich positiv überrascht. In der legeren Version gehts dann auch ohne Abnäher, eine enge möchte ich noch versuchen.

Als nächstes kam der Wunsch nach einem Cardigan. Wobei ich mir später gar nicht mehr so sicher war, ob das wirklich so heißt. Googeln war extrem schwierig.
Angefangen hat alles mit dem Lisbon Cardigan bei GanzmeinDing
Claudia steht der Cardigan ganz ausgezeichnet und auch der Strickpunkt von Stoffbüro hat mir gefallen. Aber wie es halt immer so ist (ich bin einfach zu langsam), ausverkauft.
Zudem bin ich der Meinung, dass mir der Rundhalsauschnitt nicht stehen würde.
So hab ich mich auf die Suche nach einem Schnitt mit V-Ausschnitt begeben.
Dazu sollte er auch auf Figur geschnitten sein. Ich dachte, wenn ich den Schnitt dann ziemlich kurz halte, kann ich ihn auch mal schön über einem Kleid tragen.

Tja, also hab ich gegoogelt.... Cardigan, Strickjacke, V-Ausschnitt, Schnittmuster, Pattern, Knits, Sewing, Nähanleitung, Jacke.... Egal in welcher Kombi, ich hab einfach nichts gefunden.
Am Ende blieb übrig: Lisbon kaufen, V-Ausschnitt einfügen, Anpassungen machen.
Oder: Einen bestehenden Schnitt verwenden, zum Cardigan ändern.

Meine Entscheidung: Nike in der legeren Version, Jacke draus machen.
Diesmal hatte ich die Stoffe sogar vorbestellt, weil ich ja immer so lange überlege, bis alles weg ist. Aber in letzter Zeit hab ich ziemlich abgebaut, was meinen Stoffvorrat angeht, da hab ich mir das einfach mal gegönnt. Hab mir Knitknit in grau bestellt und Rainbow in dunkel.
Während ich genäht habe, kam Flechtwerk von Stoffbüro raus und ich bin extra früh aufgestanden, um ihn gleich zu bestellen. Aber was sah ich dann? Strickpunkt war wieder da!
Also gleich mal ein paar Meter bestellt.

Zum Schnitt anpassen hab ich mich für einen Jaquardjersey entschieden, den ich eigentlich für einen Blazer geplant hatte, aber zwei mal schwarz und gleicher Schnitt muss nicht sein. Dann hab ich das VT vom Schnitt neu aufgezeichnet. Hierbei habe ich gleich mal einen Abnäher eingefügt, mit 2 cm Weitenänderung. Eine Anleitung habe ich hier gefunden: Bernina Blog.
In der Pattydoo Nähgruppe wurde ich (wegen einem anderen Schnitt) darauf aufmerksam gemacht, dass ich dann ja unten auch wieder einen Abnäher einfügen muss. Den habe ich zu Beginn erst mal nicht genäht, sondern wollte das nach der ersten Anprobe entscheiden.
Hilfreiche Infos zum Anpassen obenrum findet ihr übrigens bei Anne und ihrem Blog Beswingtes Allerlei. Ich trage zwar selbst kaum Kleider in Stil der 50er/60er (ausser mein Walk Away Dress), aber ich liebe diese Mode. Am liebsten hätte ich damals gelebt, als es noch normal war, sich selbt zu benähen und Abnäher noch Pflicht waren! Darum schau ich auch gern bei Anne vorbei.
Aber zurück zum Cardigan.
Ich habe zuerst mal VT, RT und Ärmel zugeschnitten. Die Abnäher geheftet, RT und VT zusammengeheftet und anprobiert.
Meine Ärmel setze ich immer so ein ;)
Ich stecke die Ärmelnaht und die Seitennaht an der Puppe zusammen
 Dann fiel mir gleich auf, dass ich den Abnäher erst mal gründlich bügeln muss.

Den Abnäher musste ich dann nochmal verlegen, aber dann konnte ich schon RT und VT mit der Ovi zusammennähen (und hab gleich den Verstärkungsstreifen eingefügt), danach die Ärmel einsetzen.

Dann war erst mal nachdenken angesagt. Taschen wären cool. Aber der Cardigan soll ja ungefüttert sein, also muss das innen schön aussehen. Sollte aber mit der Bernina L460 kein Problem sein.
Paspel- oder Leistentasche? Erst mal eine Probe machen. Während des Nähens gabs diesmal nur Handyfotos. Ich hatte einfach keinen Geist, auch noch die Kamera auszupacken und das Licht ist in meinem Provisorium eh schlecht.
Eine Blende musste erst gezeichnet werden.

Dazu noch die Frage, welche Blende? Im gleichen Stoff? Zuerst die Saumblende oder erst die Kragenblende? Oder Briefecken? Erst mal ne Nach drüber schlafen...
Tja, mit dem Burda Nähbuch hab ich zwar die Taschen hinbekommen. Aber wenn da Bilder von der fertigen Tasche drin wären, hätte ich mich doch für die Leistentaschen entschieden, nicht für die einseitige Paspeltasche.
 Knöpfe hab ich gefunden, war nur noch die Frage, welche Größe, wieviele und wohin.
Dazu noch die Erkenntnis, dass es besser gewesen wäre, erst die Saumblende zu machen und dann die Kragenblende. Die Knopflöcher in der Nähe einer dicken Naht zu machen ist schon schwierig.

Eigentlich wollte ich hier auch gleich den Cardigan aus dem Knitknit oder Strickpunkt zeigen, aber der musste ja wegen einem Loch nochmal zurück.
Daher hier erst mal nur der schwarz-graue und für den nächsten gibts dann einen neuen Beitrag:
Der Strickpunkt musste erst noch trocknen.
Daher hier vorerst nur ein paar Bilder von meinem quasi zur Hälfte selbst entworfenem Cardigan:

 Wie so oft nur mit der Fernbedienungs-App der Sony Alpha 6000.

Ich will mir schon lange einen Fernauslöser holen, aber auf dem Handy kann man sich gleich mal selbst begutachten.
 Aber man sieht trotzdem immer, dass es mir keinen Spass macht....
 Auf oder zu?
 Und wohin dann mit der Handy?
 Immer hinter dem Rücken sieht auch doof aus.
 Ich könnte es ja auch schnell einstecken, denn ich habe die 2 Sekunden Verzögerung drin.
 Komischerweise gefallen mit Bilder ohne Kopf besser ;)


Und wieder kontrollieren...
Ach, das reicht jetzt aber. Ist ja nur ein ganz einfacher Cardigan.
Mir gefällt er. Ich habe alle Änderungen übertragen (hoffe ich...) und werde gleich mal mit dem nächsten anfagen.
Wenn die Ginger Nr. 3 fertig ist. Und die Cheyenne Bluse. Und der BH....


Schnittmuster: Nike von Zierstoff mit Änderungen
Stoff: Jaquardjersey von Stoffideen Bamberg, Hersteller unbekannt
Maschinen: Bernina 215, Husqvarna Topaz 30, Bernina L460
Verlinkt bei: Somachichdas
Knöpfe: Stash

Ich muss verrückt sein

...dachte ich mir heute morgen, als ich in den Keller ging.

Da hängen 5 Meter Strickpunkt über dem Wäscheständer. FÜNF Meter. Nachher dürfe sie erst mal raus an die frische Luft.
Was mach ich nun daraus? Mal sehen. Erst müssen noch die anderen Projekte beendet werden.
Geplant bis jetzt: Mein Lieblingsshirtschnitt aus der Burda 9/11 und ein Cardigan.
Ich freu mich jedenfalls wie blöd, dass ich es diesmal nicht verpasst habe, mir den Strickpunkt zu holen. Es ist mir ja nun schon mehrmals passiert, dass ich meinen Wunschstoff nicht mehr bekommen hab, als ich eine Idee hatte. Da ich ungern Stoffe ansammle, ist mein Lager auch ziemlich klein.
Das hat dann wohl auch dazu geführt, dass noch 2 Meter Knitknit grad unterwegs zu mir sind und dann noch je 2 Meter vom Albstoffe Rainbow und Drizzle als Vorbestellung auf Auslieferung warten.
So gar nicht meine Art, aber ICH FREU MICH trotzdem!

Verlinkt bei: Freutag

Frühlingsgarderobe

Heute rumst es mal in meinem Kleiderschrank. Ich war die letzte Zeit schon ziemlich fleißig und zeig ich noch schnell, was entstanden ist, denn zum fotografieren hatte ich irgendwie kaum Zeit. Ausnahmsweise mal ohne viel "Somachichdas".
 Meine Bluse vom Sewalong. Aus der Burda 5/14, Modell 131.
 Knöpfe zu finden war ziemlich schwer. Ich dachte nämlich zuerst, die Punkte wären dunkelblau, aber sie sind schwarz. Also hab ich erst welche bestellen müssen und wurde fast nicht rechtzeitig fertig. Mit den Nähen dann schon, aber ich hatte keine schönen Bilder.

 Was zwischendurch immer geht, ist ein Wasserfallshirt. Zwei Teile, ratzfatz.

 Den Stoff von Lilalotta (Swafing) hab ich jetzt lang genug gestreichelt.


Aus diesem Stoff wollte ich mir eigentlich eine Schürze für eins meiner Dirndl nähen, aber dann fiel mir spontan die Bluse aus der Burda 4/16 ein. Ist ja auch fix genäht.

 Zwischen Jeans, Kleid und Schnittmusteranpassung brauch ich einfach mal was zur Enstpannung.
Das wars auch schon. Mein Kleiderschrank ist ein bisschen mehr auf Frühling eingestellt, die nächsten Stofflieferungen brauchen noch etwas (Vorbestellungen), so kann ich mich in Ruhe dem Projekt "Cardigan" widmen.

Stoffe: Karstadt, Swafing
Schnitte: Burda und von Kaufshirt abgezeichnet
Maschinen: Topaz 30, Bernina L460, Janome Cover 2000
Kamera: Sony Alpha 6000
Fotograf: Markus Beck
Verlinkt bei: Rums
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