Cardigan aus Strickpunkt

Endlich ist er fertig! Mein Cardigan aus Strickpunkt von Stoffbüro.

 Wie der Schnitt entstanden ist, hab ich hier erzählt.
 Jetzt nun endlich mit dem Stoff, den ich mir dafür eingebildet hatte.

Streifen gehen ja immer, sagt man. Taupe und schwarz geht bei mir sowieso immer.
Die Knopflöcher musste ich nach ein paar Fehlversuchen mit der Topaz dann doch mit der Bernina 215 machen, was meinen Wunsch nach einer neuen Maschine mal wieder verstärkt.

Und weil er mir so gefällt, wollte ich nicht warten, bis mein Haus- und Hoffotograf Zeit hat. Denn ich hab grad auch wenig Zeit. Der Coveralong hat ja schon angefangen und im Hintergrund plane ich noch an ein paar Projekten, von denen ich leider noch nichts verraten kann.
Drum gibts heut einfach nur diesen Cardigan zum MMM, mit ein paar Bildern und den wichtigsten Infos. Ich muss dann mal wieder an die Maschine...

Stoff: Strickpunkt in schwarz von Stoffbüro, Bündchen schwarz, auch Stoffbüro
Schnitt: Cardigan auf der Grundlage vom Freebook "Nike"
Knöpfe: Knopftruhe
Label: Flockfolie auf Snappap
Maschinen: Bernina L460, Husqvarna Topaz 30, Bernina 215
Verlinkt bei: MMM, Ich näh Bio,
BioStoffLinkparty

Im Test: Kaidso Onlinekurse

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Ich bin ja immer auf der Suche nach was Neuem. Gerade, was Schnitte angeht. Oder Schnittmusteranpassung. Darum war ich neulich schon neugierig, als auf Facebook ein Kurs im Tausch gegen eine Bewertung angeboten wurde.
Testen und Berichten ist ja meine Leidenschaft.
Diesmal geht es um Kaidso Onlinekurse.

Es sollte der Kurs für ein Tanktop sein. Schnitterstellung nach eigenen Maßen.
Ich habe ein bisschen auf der Seite gestöbert und war hin und hergerissen.
Wie ihr inzwischen vielleicht wisst, hab ich gerade bei Oberteilen immer ein Passformproblem und zwar: Mehr als Cup C. Ohne Abnäher kaum zu lösen, aber gerade bei engen Jerseyteilen ist der Abnäher nicht meine erste Wahl. Trotzdem war  ich beim Punkt "Abnäher" in der Kursbeschreibung soweit, den Deal einzugehen und mich zu "bewerben".

Wobei ich mir beim Schreiben schon sicher war, dass ich ohnehin wieder nicht ausgewählt werde. Abgesehen davon, dass ich die Reichweite meines Blogs immer noch für ziemlich klein halte, weiß ich inzwischen auch, dass ich vielen Leuten einfach zu kritsch und zu direkt bin.

Während ich also auf Antwort gewartet habe, hab ich mir weiter die Seite angesehen und festgestellt, dass die meisten Kleidungsstücke so überhaupt nicht meinem Style entsprechen. Ich dachte da meist an "Hippiestyle". Aber was solls, dachte ich mir, darum geht es hier ja nicht. Beim Nähen kann jeder machen, was er will und die Körperformen haben mit der Stoffwahl und bestimmten Styleelemente ja nichts zu tun.
Nach ein paar Tagen kam die Zusage und ich habe mir noch am selben Abend den Kurs angesehen.

Svenja hat auf jeden Fall eine sehr frische Art, die einem das Zusehen nicht langweilig werden lässt. Da sieht man auch drüber weg, dass manchmal die Kameraeinstellung nicht optimal ist.
Während sie Maßnehmen und Erstellen zeigt, hat sie immer wieder kleine, aber hilfreiche Tipps parat, nicht nur zum Thema Tanktop.
Ich beschäftige mich ja nun schon eine Weile mit Maßnehmen und Schnittanpassung, daher ging es mir beim Zuschauen meist so: "Kenn ich, mach ich auch so, oh, gute Idee, das sollte ich auch mal versuchen".
Sie zeigt einem eben, dass man nicht immer den Standardweg gehen muss.

Als ich dann mal ein bisschen Zeit hatte, hab ich den Papierschnitt gezeichnet, was wirklich schnell geht. Obwohl ich meine Maße inzwischen im Kopf habe, habe ich nochmal nachgemessen und gleich geplant, wie mein fertiges Teil aussehen soll. Diesmal wollte ich endlich gestreiften Stoff zum "Chevron" zuschneiden. Naja, mal wieder nicht aufgepasst und die zweite Seite falsch zugeschnitten.
Dann wars mir auch egal und ich hab gar nicht versucht, die Streifen (die dann auch noch unregelmäßig waren) wieder ordentlich zusammen zu setzen.
Da Svenja auch im Video auf das typische Verhalten von Viksosejersey hingwesen hat, hab ich mich für eine etwas legerere Version entschieden.
Die allererste Anprobe (geheftet, wie empfohlen) hab ich leider nur kurz mit dem Handy festgehalten.
Da war dann auch gleich die Falten für den Abnäher. Allerdings hatte ich mir doch erhofft, durch das Video zu lernen, die ich das Problem mit einem "normalen" Abnäher auf Brusthöhe lösen kann, dem ist aber nicht so. Mit einem Abnäher im Armloch kann ich mich nicht anfreunden.
Also hab ich mir für die Lösung mit der Armlochblende entschieden und das Shirt nach einer kleinen Weitenkorrektur fertig gesäumt.
So sieht es jetzt aus:
 Ja, mal wieder kein Fotograf zu Hand...


Ich werde den Schnitt auf jeden Fall so aufbewahren, als Grundschnitt für einfache Shirts. Mal sehen, ob ich mich auch noch an die Ärmel wage.

Fazit: Wer noch keine eigenen Schnitte gezeichnet hat oder gerade anfängt, für sich selbst zu nähen, ist mit Svenjas Kursen gut beraten. Sie geht auch mal anders an die Sache ran und lässt viel Freiraum für eigene Ideen. Ihre Tipps rund ums Nähen, die sie immer wieder einfließen lässt, sind immer hilfreich. Beim Zusehen wird einem auf jedem Fall nicht langweilig!
Ihren Style kann man mögen oder nicht, aber das hat ja keinen Einfluss auf die eigenen Entwürfe.
Zu den Kursen gibt es auch noch Facebookgruppen, da kann dann weiter drüber diskutiert werden. Das kursinterne Forum finde ich etwas falsch bezeichnet, es ist eigentlich nur eine Antwortfunktion unter dem Video. Aber auf jeden Fall ist Svenja einfach zu erreichen, wenn man eine Frage hat.

Ich selbst mag lieber den "Lehrweg". Ich berechne gerne Teile eines Schnittmusters oder konstruiere penibel an Abnähern herum. Auch, wenn ich an mir oder an der Puppe drapiere oder abstecke, bin ich mehr der Planer. Ich nähe den Überstand nicht einfach weg, sondern mach mir Gedanken, warum das so ist und wie ich das Problem vielleicht beim nächsten Mal vorher umgehen kann.
Zudem stell ich es mir eher schwierig vor, mit diesen Maßen eine Bluse zu konstruieren. Rückenbreite, Armlochtiefe und Schulterform werden ja nicht berücksichtigt. Das würde bei mir sicher dazu führen, dass ich mit einem Prototyp ne Weile nachbessern muss.


Aber ich muss sagen: Mädels, ich braucht nicht im Netz nach Freebooks für alles Mögliche suchen, diesen Kurs bei Kaidso (und vielleicht noch den Ärmelkurs dazu) und ihr könnt das alles selbst für euch (und natürlich auch für andere) zeichnen.
Schade, dass ich die Videos nicht schon vor ein paar Jahren gesehen hab. Ich bin mir sicher, es hätte mir ein paar TfTs erspart.
Wie immer kam auch hier die Cover zum Einsatz. Am Armausschnitt hab ich einfach nur einen Streifen mit der Ovi angenäht und mit dem Kettstich abgesteppt.
Mit Bündchenware hätte es den von Svenja erwähnten Effekt sicher stärker gehabt, aber ich mag kein Bündchen.
Und auch am V-Ausschnitt hat alles geklappt. Schade, wäre der Fehler beim Zuschnitt bloß nicht passiert....

Schaut doch einfach mal bei Svenja vorbei! Kaidso Onlinekurse

Kleiner Wink am Rande: Ein U-Boot-Ausschnitt ist aber was anderes, einfach mal bei Google eingeben ;)

2. Coveralong - Teil 1 - Die Schnitte

Diesmal werden wir nicht alle den gleichen Schnitt nähen. Es gibt lediglich ein Thema und zwar:
Sommerliches Shirt
Ihr könnt benähen, wen ihr wollt. Sommerliches Shirt heißt für mich nur, kurze Arme und nicht zu warmes Material. Da wirds zwar sicher nicht so viele Ziernähte geben, aber dafür können wir der zickigen Viskose mal gemeinsam auf den Leib rücken. Ich habe für mich schon zwei Ideen, einmal mit besagter Viskose und einmal mit meinem Lieblingsunijersey, der Gitte von Swafing.
Aber vorher hab ich für euch mal ein paar Schnitt zusammengesucht, falls ihr noch nicht wisst, was ihr nähen wollt.


Eigentlich gehts ja nur um das Top. Aber ich finde die Idee der Kombi gut und so hat man das ganze Jahr was davon. Ich hab schon drei davon genäht, aber grad festgestellt, dass ich die anderen beiden noch gar nicht gezeigt hab....Das weiße Top hab ich auf links mit dem Einfasser gearbeitet, das würde ich euch im Coveralong gern nochmal zeigen.




Das nähe ich zur Zeit ja echt gerne. Gibt zwar nicht viel, wo man evt. Ziernähte machen kann, aber covern ist viel mehr als das!

Wer viel von links covern will, greift zur Bethioua. Die gibts in 32 for free und ansonsten als Kaufschnitt.

Ich habs bis jetzt erst mit langen Ärmeln genäht. Aber die Schultern bieten auch bei der Sommerversion noch Platz für Ziernähte.

Wer mutig ist, covert die Knopfleiste vom Lillesol Shirt Nr. 14:


Das waren die Schnitte, die ich selbst schon genäht habe. Hier hab ich noch ein paar Links für euch, die mit beim Ideenammeln in der Gruppe aufgefallen sind:
MamaSun Top mit Racerback
Handmade Kultur Jerseytop
Sommertop Hetta

Habt ihr noch Vorschläge? Hinterlasst einfach einen Kommentar.

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