Tosti Utility Jacket von Waffle Patterns

Ein langes Projekt ist endlich fertig.
Da ich am Anfang schon wusste, dass es was Größeres wird und ich nicht sicher war, wie ich das in einem Blogbeitrag unterbringe, hab ich die Jacke als PiA verbloggt.
Was ist PiA?
Schaut hier: PiA von g.macht
Dort findet ihr auch meine Story zur Tosti Jacket.

Late Night Sewing mit Coverworkshop

Mein erstes großes Nähtreffen. Und dann gleich einen Workshop halten. Ehrlich, ich hab schon ein paar schlaflose Nächte verbracht. Aber die Angst war unbegründet.
Es war ein schöner Tag, alle waren nett, kein Chaos, kein Totalausfall. Klasse!
Denen, die nicht dabei waren, will ich mal erzählen, wie es war.

Zuerst hab ich Chrissie von Igelnaht vom Hotel abgeholt. Dann auf nach Roth zur Location. Für den Kurs hatten wir einen extra Raum, das war echt entspannend.
Erst mal haben wir in Ruhe unseren Kram aufgebaut und ich hab ein ganz tolles Geschenk von Chrissie bekommen (davon werde ich auch noch berichten).
Ehe es dann richtig losging, haben wir uns ein bisschen umgesehen und gleich mal die Steckbriefe aufgehängt.
 Noch ganz schnell beim Nähpark vorbeigehuscht...
Ja, was seh ich denn da? Ein neues Modell! Eine neue Cover! Die Finger juckten schon, aber ich musste ja in den Kursraum, die ersten Näherinnen trafen schon ein.
Noch vor dem offiziellen Start ging es schon los. Aber mal ehrlich, 2 Stunden wären auch viel zu kurz gewesen.



An meiner Maschine hab ich nicht viel gemacht. Vorführen ist da ja etwas schwer. Wenn ich das öfter machen würde, wäre eine Kamera mit Beamer nicht schlecht.
 Nein, ich zieh mich nicht aus, aber Covernähte finden sich bei mir fast überall.
Auch an der Tosti Jacket. Über das Lob hab ich mich sehr gefreut, obwohl die ja nicht als Beispiel dabei war, sondern einfach nur überm Stuhl hing, weil ich sie vorher an hatte.


Tja, trennen gehört halt dazu. Ich werde auch nicht jünger, das geht dann schon mal ohne Brille besser als mit.



Bei manchen Teilnehmern hab ich mich schon gefragt, für was sie einen Kurs brauchen ;) Da lief fast alles wie am Schnürchen und da wurde eher mehr erklärt als gefragt. Aber das war so toll, wie sich gegenseitig geholfen wurde.
Ich hatte war notiert, dass zugeschnittene Shirts mitgebracht werden sollten, aber ich hätte nicht gedacht, dass auch ein paar fertig werden. Ich selbst wäre kaum zum Nähen gekommen, aber es gab doch zwischendurch ein paar, die in aller Ruhe genäht und gecovert haben. Leider hab ich von den meisten keine Bilder, weil einige nach dem Kurs den Raum gewechselt haben und auch wir nicht ganz bis zum Schluss geblieben sind. Daher hier stellvertretend ein paar Bilder von Chrissie:

 Sie hat die Viskose besiegt! Und war so hartnäckig. Ehrlich, ich bewundere das.
Andere übrigens auch ;)
Die restliche Zeit nach dem Kurs haben wir dann noch beim Nähpark verbracht. Die Brother CV 3550 mit Deckstich war den ganzen Tag heiß begehrt!
 Wir mussten uns das einfach anschauen.
Ich hab einiges getestet und hab kein Problem gefunden. Ein bisschen Umdenken, okay, aber technisch macht sie, was sie soll.
Zur SEW in Würzburg werde ich meine Problemstoffe einpacken und sie in die Mangel nehmen. Wenn sie den Test besteht, steht wohl mal wieder eine Reise nach Cham an :)

Hier nochmal ein Dankeschön an alle, die an diesem Event mitgewirkt haben und an alle Teilnehmer, besonders die Teilnehmer meiner Workshops. Ihr ward alle klasse!

Wer auch einen Bericht vom LNS hat, kann mir in den Kommentaren gerne einen Link hinterlassen.

Damiel für den Mann

Mein Mann ist ein Sturkopf. Das hat manchmal Vorteile, manchmal weniger.... Neulich kam er auf die Idee, er bräuchte für den Urlaub eine weiße Leinenhose. Okay, das ist an sich nicht so problematisch. Aber er ist schon schwierig in Sachen Hosenpassform und er geht nicht gern einkaufen. Und ich bestelle nicht gerne Klamotten.
Also habe ich beschlossen, ich werde ihm eine nähen. Aber die Suche nach einem geeignetem Schnitt war fast so schwierig, wie eine Hose zu kaufen.
Vor allem war die Frage, nach was sucht man da? Ich hatte schon so ein Bild im Kopf, aber ich wurde irgendwie nicht fündig. Also hab auch ich mal eine Facebookgruppe bemüht.
Für den Schnitt hat es nichts gebracht, aber zum Thema Stoff.
Bestellen war da gut möglich, da es ja um Weiß ging. So kamen also bald 2 Meter Reinleinen Damiel von Swafing bei mir an.

Nach einem kurzen, aber nettem Gespräch mit Sebastian Hoofs hab ich mich für eine Burda-Hose entschieden. Sein Buch kommt leider erst im Oktober raus. Die Zeitschrift hatte ich praktischerweise noch im Regal stehen.

Da die Größe im Schnitt leider um eine Nummer nicht gereicht hat, habe ich beim Abkopieren des Schnittes gleich noch mal eine hinzugefügt.
Dann ging es weiter mit den Änderungen und ich kann schon mal sagen, von der ursprünglichen Burdahose ist nicht mehr viel übrig ;)
Natürlich habe ich eine Probehose genäht, die noch fehlende Länge im hinteren Bereich gezeigt hat.

Den RV hab ich nach der Anleitung von meiner geliebten Ginger Jeans eingenäht. Dazu habe ich aus den vorderen Hosentaschen, die mit einfachem Beutel geplant waren, Taschen mit Pocketstay gemacht. Fand ich auch passend, da das Leinen teilweise bei einer Lage ja doch etwas durchscheint.
Die seitlichen und hinteren Taschen sind mit Klettverschluss und die oberen Enden (wie bei der Bluse Cheyenne) mit einem Dreieck verstärkt. Die Paspeleingriffe an den hinteren Taschen habe ich weggelassen. Ich gebs zu, ich war zu faul....
Der geraffte Bund des Originalschnittes war mir zu viel und ich hatte obenrum ja eh die Weite verändert, also wurde ein ganz normaler Bund konstruiert.
Da der Schnitt insgesamt ja doch eher leger ist, kam hinten noch ein Gummi in den Bund.
Hier hat mir meine Einzugshilfe wieder gute Dienste geleistet. Aber ich muss das unbedingt mal verbessern... Oder habt ihr Tipps, wie man einen breiten Gummi schnell und einfach einziehen kann?
Laut Schnitt sollten die Taschenbeutel nur einlagig sein, aber das war mir zu dünn, also wurden sie komplett verstürzt.
Ist auch nötig, bei dem Kram, den mein Mann manchmal einstecken hat.

Der Knopf war schnell drin, das Knopfloch war auch kein Problem und ist diesmal auch mit Fransenstoff versiegelt. Meinem Mann ist der RV zu fein, aber ich hatte keinen anderen da.... Ich hoffe, er hält.
 So sieht das gute Teil nun aus. Die vordere Klappe hab ich weggelassen, die war nur zur Deko.



Und ab damit in den Koffer.
Das wars jetzt?
Ne, ich hab den Göttergatten immerhin überreden können, dass ich euch ein paar Tragefotos zeigen darf.
Ich hatte ja Zweifel, ob er mit einer Leinenhose überhaupt was anfangen kann. Und was er dazu tragen will. Aber ich muss sagen, mit diesen Schuhen und dem Poloshirt hat es mir richtig gut gefallen. Mals was anderes als Flipflops und Hemd.


 Ja, das ist ein All-Inclusive-Armband. Wir haben ein bisschen Urlaub gemacht ;)



Hier sieht man, dass weißes Leinen halt doch immer etwas durchsichtig ist. Aber damit kann ich leben. Sonst gefällt mir (und ihm) die Hose und mit reinem Leinen hält man es auch bei 35 Grad noch gut aus. Beim Abendessen hab ich einen Mann gesehen, mit ebenfalls einer weißen Leinenhose, aber mit Flipflops, weitem Bein und ohne Taschen und da war ich schon froh, mich für diesen Style entschieden zu haben.
Was meint ihr?

Infos:
  • Schnittmuster: Burda Style 
  • Stoff: Swafing, Damiel
  • Maschinen: Bernina B530, Bernina L460
  • Verlinkt bei: Für Kerle und Söhne, Somachichdas