Culotte und Jumpsuit?

Es gibt so Trends, die muss man mitmachen. Und es gibt Trends, die würde ich nicht mal geschenkt mitmachen (wie zB Pokemon Go). Beim Nähen stellt sich die Frage:
Ist es die Culotte oder der Jumpsuit?
Was muss man haben?

Bei mit wird es nie eine Culotte geben. Ganz einfach, weil ich doof drin aussehe. Denn gegen das Grundprinzip Hosenrock hab ich gar nichts. Im Gegenteil, schon im letzten Jahr hab ich einen Schnitt gesucht, denn ich fahre gern mit dem Rad zur Arbeit.

Bei Burda bin ich fündig geworden:



Leider ein Plusmodell, aber ich habs runtergezeichnet auf Gr. 40 und gekürzt. Aber das Prinzip mit dem Wickelteil vorne hat mir gefallen.
Da ich den Schnitt aber erst wieder ausgegraben hatte und nicht mehr wusste, ob und was ich daran geändert habe, habe ich in die Stoffrestekiste gegriffen um einen Testlauf zu starten.
Der Stoff stammt aus der Erbschaft, hat also sicher 30 Jahre auf dem Buckel.
 Hier nochmal die Beinlösung.
Fällt beim Tragen hinten kaum auf. Könnte auch ne tiefe Falte sein.

Da der Stoff relativ steif ist, hatte ich mit dem fotografieren ziemliche Probleme.
Jedenfalls war dann doch Stoff übrig und ich habe spontan das Top zugeschnitten:

Als ich grad so am Nähen war, kam mir die Idee. Warum nicht einen zweiteiligen Jumpsuit draus machen? Jumpsuits mag ich total gerne, obwohl ich mich immer ärger, wenn ich mal aufs Klo muss...
Warum nicht einfach Oberteil und Hosenrock aus dem gleichen Stoff`?

Ja, geht doch. 
 Jumpsuit? Kleid? Hosenkleid?
Schade, dass der Stoff so steif ist. Prinzipiell gefällt mir das Teil nämlich so. Aber es trägt schon ein bisschen auf. Und vor allem bin ich noch ein paar Nuancen zu hell dafür.
Getrennt werde ich es schon mal tragen, zusammen wohl erst im Urlaub. Denn luftig ist es so definitiv.

 Das Top werde ich auf jeden Fall mehrmals nähen. Die Träger kann man drehen, aber auch ohne Verdrehung annähen. Einfach, schnell und schön sommerlich.
Ein paar cm vom geerbten Schrängband sind auch verarbeitet. Bis auf die Knopflöcher hat die Epic tadellos genäht. Ich habe mit Coats Gral genäht, das eigentlich für Leder gut geeignet sein soll :)
Ich habe es mal auf dem Flohmarkt entstanden und da es dünner war als mein normales Garn, fand ich es passend für den feinen Stoff. So konnte ich auch problemlos mit einer 60er Nadel arbeiten.
Das Hosenkleid reiht sich in meine blaue Phase ein und passt toll zu meiner Lieblingssonnenbrille. Auf die muss ich gut aufpassen, die Farbe gibts nicht mehr und die Gläser hab ich mir damals in meiner Stärke nach der Originalcolorierung färben lassen. Jetzt kommt ja endlich der Sommer!

Schnittmuster: Burda 6/15 (Hosenrock) Burda 3/13 (Top)
Stoff: Erbstück, vermutlich eine Kunstfaser
Maschinen: Husqvarna Viking Designer Epic
Garn: Coats Gral
Knöpfe: Erbstücke
Verlinkt bei: RUMS


Kommentare:

  1. Hosenröcke und Overalls sind auch nicht meins. Deine Variante gefällt mir sehr gut. Das Top ist rop.
    Lieben Gruß,
    Petra

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  2. Ich finde deine Variante auch toll und besonders schön finde ich das Top.
    LG
    Andrea

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