Maschinenpflege

Hin und wieder (meist, wenn es ein Problem gab), mach ich eine Runde Maschinenpflege. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie sehr es einem die Maschinen danken. Allein schon der Klang nach Aussaugen und Ölen!
Zum Saugen nehme ich diesen Aufsatz (danke, Mississbibi):
 Hierfür hab ich sogar meinen alten Staubsauger aufgehoben, denn auf einen Dyson passt das leider nicht.
Vorher - nachher meiner Husqvarna (die ich ja nicht mehr habe), so mal als Beispiel, wenn man viel mit Filz arbeitet.

Oder was sich im oberen Fadenweg so ansammeln kann. Ein Grund, warum ich beim Garnnachkauf nur noch fusselarme Garne kaufe.

Ja, hier muss erst noch gesaugt werden. Aber danach wird an dieser Stelle geölt, zumindest bei meiner Janome Cover 2000 CPX. Es gibt in der Anleitung keinen Hinweis dazu, aber bei mechanischen Maschinen kann man einfach mal nach den beweglichen Teilen Ausschau halten.
Dabei aber immer sparsam sein! EIN Tropfen Öl genügt.
Nach dem Auftragen am Handrad drehen, damit es gleich verteilt wird und sollte was runterlaufen, gleich wegwischen. Sonst gibt es unten Faserpampe.

Wenn ich mit einer Maschine anfange, mach ich meist gleich alle drei, aber einen festen Rythmus habe ich dabei nicht. Meine Stickkombi kam zusätzlich alle ein bis zwei Jahre zum Kundendienst, meine aktuellen Maschinen wohl eher weniger oft. Ich mag sie einfach auch nicht mehr mit dem Paketdienst verschicken, daher werde ich sie wohl mitnehmen, wenn ich gelegentlich zum Nähpark fahre.
So gepflegt hat man auch länger Freude an der Maschine. Wenn man immer nur putzt, wenn gar nichts mehr geht, hilft es auch nicht wirklich. Ich hab schon gebrauchte Maschinen aufgemacht, da war die Faserpampe um die Spulenkapsel schon hart.... Kein Wunder, dass die nicht mehr schön näht.
Leider wird einem gerade bei den modernen Maschinen auch oft vom Händler eingeredet, man darf da selbst nicht ran. Ich würde auch nie das ganze Gehäuse öffnen, aber an die wichtigen Stellen kommt man auch jetzt immer noch gut ran. Wer sich nicht traut, kann auch gern seinen (kompetenten) Händler fragen, er wird es euch erklären, was ihr machen könnt und was nicht.

Was macht ihr eigentlich so selbst? Wie pflegt ihr eure Maschinen und wie oft?
Schreibt mir doch in die Kommentare oder wenn ihr auch einen Blogbeitrag darüber habt, verlinkt ihn bei Somachichdas.

Kommentare:

  1. Meine Näh- und auch meine Stickmaschine reinige ich eigentlich nach jedem Projekt, manchmal auch zwischendrin, mit dem Pinsel.
    Wenn ich gerade Zeit und Lust habe, setze ich auch mal den Staubsauger an, allerdings ohne diesen coolen Aufsatz, den du hier zeigst. Das Teil sieht aber sehr nützlich aus, um auch in versteckte Winkel zu kommen. Danach werde ich mal Ausschau halten.
    Bisher hatte ich meine Maschinen so alle 1-2 Jahre beim Kundendienst. Die neuen Supertestermaschinen wäre nun dann auch bald mal dran. Aber wie du scheue ich das Verschicken. Mal schauen, wann ich den Kundendienst machen lasse oder ob ich sie doch hier vor Ort zum Händler bringe...

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  2. Auch ich reinige meine Maschinen häufig. Die Fussel und Fadenreste sauge ich mit dem Staubsauger ab. Ich benutze dafür einen Saugeraufsatz, den ich mal vor Jahren beim Kafferöster erworben habe. Erstaunlicherweise wird noch immer von so manchen Experten geraten, die Maschinen mit Druckluft auszublasen. Das ist falsch. Auf diese Weise bläst man den Schmutz ins Innere der Maschine. Dort sammelt er sich dann in den Ecken und der Elektronik. Zum Ölen nehme ich eine Einwegspritze. Damit komme ich gut an alle schwer zugänglichen Stellen und kann punktgenau dosieren. Wenig Öl ist mehr. Fadengeber und Fadenspannung reinige ich mit Zahnseide. So komme ich gut zwischen die Spannungsscheiben. Den Kundendienst nehme ich nur in Anspruch, wenn es unumgänglich ist.

    Gruß von Pollux

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