Bernina B215

Ja, es gibt eine neue und auch sie wird in die Mangel genommen und getestet.
Daher wird sich diese Seite erst so nach und nach füllen.
Die technischen Daten zur B215 findet ihr hier: Nähpark
Ich hab ja erst etwas mit der Farbe gehadert, aber dann hat doch wieder die Vernunft (oder der Geiz?) gesiegt, denn im "normalen" weiß ist sie doch um die 160 Euro teurer.
Da werd ich mir lieber für 25 Euro ein DesignSkin kaufen: Bernina DesignSkins
Aber vorher wird sie erst mal ausführlich getestet.
Ich finde es schon komisch, dass sie kaum auf einem Bild den Anschiebetisch dran hat. Mir ist das echt wichtig, ich würde nie eine Maschine ohne kaufen. Der mitgelieferte ist stabil und leicht anzuschieben.
Was mir aber gleich wieder aufgestossen ist, sind die Kabel. Bin ich die Einzige, die ihre Kabel NACH HINTEN legt? Das heißt, ich würde gerne, aber dafür ist das Kabel vom Anlasser mal wieder zu kurz. Es würde schon reichen, wenn der Anschluss hinten an der Maschine wäre und nicht vorne... Kann mir jemand sagen, warum das so ist? Wie gesagt, ich würde die Kabel gerne nach hinten legen, dann an der Wand nach unten und unter dem Tisch wieder nach vorne.
Kommen wir wieder zu den erfreulichen Dingen (aber so bin ich halt, immer erst mal meckern...). Die kleinen Bernina kommt mit einem SnapOn-Nähfusshalter. Wie überaus praktisch, dann kann ich wenigstens noch die übriggebliebenen Füsse meiner Brother Nähmaschine nutzen, bis ich mir die passenden Füsse von Bernina hole.
Dann hab ich gar nicht lang gefackelt, sie muss gleich ans Leder! Teilweise 5 Lagen. Okay, an den dicksten Stellen hab ich dann doch am Handrad gedreht, man muss es ja nicht gleich übertreiben. Aber meine Topaz hat bei solchen Stellen ja einfach den Faden nicht mehr verschlungen. Das war mit der Bernina kein Problem.
An die Funktionstasten muss ich mich wieder erst gewöhnen. Die Rückwärtsnähtaste liegt aber optimal und ist auch leicht zu treffen.
Ebenso die Taste für die Nadelstellung. Kurztipp für Umschalten komplett, Langtipp für Nadel hoch oder runter (einmalig). Gefällt mir auch.

Hier noch ein kleines Video dazu:

Auf Wunsch habe ich Jersey getestet:
Der orange ist dünner und labberiger, da hatte ich damals beim Nähen einige Probleme. Der weiße ist normale T-Shirt-Qualität.
Rechts mit der Husqvarna Topaz 30, links mit der Bernina 215. Alles mit einer 70er Jerseynadel.
Von oben nach unten:
Im Fadenlauf Geradstich, ZickZack und Dreifach-Zickzack. Alle in der Grundeinstellung, nur den Dreifach musste ich länger stellen.

Unten quer zum Fadenlauf (also wie Saum), Zickzack in normaler Einstellung.

Und was soll ich sagen, das hätte ich nicht erwartet. Nur geringfügige Wellenbildung, die lies sich gut wegbügeln.

Zum Vergleich genau das selbe mit der Hus:
Dann noch auf dem orange Jersey den Stretchstich im Fadenlauf und den Tricotstich am Saum.



Hier zum Vergleich auch mit der Topaz:

Hier ist der Stich zwar schöner, aber auch fester. Bei der Berinan könnte man ihn über den Balanceregler noch verändern, aber das teste ich ein andernmal.


Sieht man auch selten, ein Bild von hinten.

Ich habe den Obertransportfuss zum Testen bekommen:

Die Berichte darüber findet ihr hier:
Obertransportfuss Teil 1

Bei einem Video zur Bernina215 ging es auch um die Lautstärke. Ich finde sie in Ordnung, aber es gab Hinweise darauf, dass die eine oder andere zu laut wäre. 
Mir ist aufgefallen, dass sie mit Originalspulen leiser ist (ich hab mal welche geschenkt bekommen und auch noch ein paar hier rumliegen von diesen Billigsets). Trotzdem dachte ich, ölen kann mal nicht schaden, hatte ich seit dem Kauf ja noch nicht gemacht. Und siehe da, sie klingt schon viel besser. Hinweise dazu finden sich am Ende der Bedienungsanleitung.


Was ich an der Bernina einfach mag:
Sie sticht einfach durch. Hier sind es 6 Lagen Canvas  plus zwei Lagen H250 und der Reissverschluss. Ich hab zwar langsam drüber genäht, wenn man die Zähnchen blöd erwischt, kann die Nadel schon mal abrutschen, aber es war überhaupt kein Problem. An meiner Topaz hätte ich da schon Herzrasen bekommen. 
Den Teflonfuss hab ich mir jetzt doch im Original gekauft. Erst war ich etwas entsetzt, der hat ja schon Kratzer an der Sohle! Dabei soll man doch grad bei Teflon aufpassen, nie in die Nähe einer Nadel oder des Transporteurs zu kommen. Aber nach kurzer Rücksprache war ich aufgeklärt: Bei Bernina werden alle Füsse einzeln getestet, ob sie plan aufliegen. Dann ist ja gut, aber da könnten sie auch ein bisschen besser aufpassen ; )
Der Fuss jedenfalls tut seinen Dienst selbst auf dieser megaklebrigen beschichteten Baumwolle. 

Ich finde allerdings auch den SnapOn-Fuss sehr praktisch. Für mein aktuelle Projekt brauchte ich einen Rollsaumfuss. Da kam dann doch wieder der Sparfuchs durch und ich wollte keinen kompletten Berninafuss kaufen. Aber welchen bestellt man dann? 
Nun, laut Nähpark sollen Janome Füße passen. Und das hat auch wunderbar geklappt (Bilder folgen). Praktischerweise passen die dann sogar an meine Topaz 30.

Da hab ich mir dann doch gleich das Set bestellt. KLICK



Demnächst im Test:
Der Einfasser, den ich eigentlich für die Cover gekauft habe. Anbauen hat schon mal geklappt, mal sehen, wie er sich in der Praxis macht.

Kommentare:

  1. Hallo, schön wieder einen Bericht zu lesen - habe deine Supertester-Berichte schon sehr gemocht :-) Weiter So! Liebe Grüße
    Kersten

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  2. Schöner Bericht! Ich bin ja echt ein bisschen neidisch... ;)

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  3. Hallo tanja,

    danke für den ausführlichen Test. Offensichtlich ist die Maschine nicht nur für Anfänger geeignet.

    Frage: es wurde im anderen Forum u.a. über den fehlenden verstellbaren Nähfußdruck bei Jerseys diskutiert, aber die Maschine hat den Balance-Schalter - welche Erfahrungen hast Du damit?
    Frage 2: die Maschine hat einen "Stopfstich", bei dem die Maschine selbsttätig vor und zurück näht - schon genutzt??

    Danke für die antwort ,
    Klaus

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  4. Hallo Klaus!
    Den Balanceschalter hab ich schon mal gebraucht, weil der gewählte Stich nicht so genäht wurde, wie abgebildet. Damit verstellt man aber nur das Verhältnis von Vorwärts- und Rückwärtsstich. Beim Geradstich an der Balance rumzustellen, bringt also nichts, ebensowenig beim Zickzack.
    Den Stopfstich hab ich mal getestet. Man kann damit ein Loch stopfen, mehr aber auch nicht. Links hinten über dem Loch wird begonnen, dann näht man vorwärts, hält an und drückt auf die Rückwärtstaste. Dann gibt man wieder Gas und die Maschine näht vor und zurück, wobei sie am Wendepunkt immer ein bisschen weiter nach rechts geht, bis sie ganz drüben ist. Dann hält sie an. Allerdings werden es eher Rauten statt Rechtecke.

    Falls dir das nicht reicht, gib Bescheid, dann mach ich ein paar Bilder dazu.

    Viele Grüße
    Tanja

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