Husqvarna Viking EPIC

Der Nähpark machts möglich!
Nein, ich hab sie mir nicht gekauft. Aber ich darf diesen Nähmaschinentraum ein paar Wochen für euch testen.
Das mach ich natürlich gerne. Sie war ja großmächtig angekündigt worden, aber danach hab ich nicht mehr so viel von ihr gehört. Husqvarna selbst bewirbt im Moment eher die kleine Jade.
Die ersten Stunden hab ich damit verbracht, sie einzuräumen, das Display zu bewundern und mich zu registrieren. Erst am Laptop, dann an der Maschine, danach am Iphone und dann noch am Ipad. Wobei es am Ipad am schwersten war, denn ich habe die MySewMonitor-App nicht im Appstore finden können.
Die Seite von Husqvarna war an dem Tag wohl zur Wartung, da hat auch einiges nicht funktioniert. Erst über Google und in Englisch war es mir möglich, die App aufs Ipad zu bekommen.
Und so richtig warm bin ich mit der Technik da noch nicht. Aber das bekomm ich schon noch hin.
Die ersten Testnähte sind jetzt gemacht, es geht an das richtige Material!
Wie es zu Anfang gelaufen ist, seht ihr hier:
Jetzt haben wir uns ein paar Tage kennengelernt. Bei Kauf kann das auch mal Monate dauern, denke ich. Im positiven Sinn. Man wird sicher immer wieder Funktionen entdecken, die einem vorher gar nicht aufgefallen sind.
Ich bin jetzt schon ein paar Jahre Husqvarna-Nutzerin. Wer noch nie auf einer genäht hat, wird wohl etwas brauchen, bis die Handgriffe in Fleisch und Blut übergegangen sind.
Eine Schönheit ist sie in jedem Fall:
Alleine schon die Beleuchtung!
Rechts aussen befindet sich jetzt die Spuleinheit. Praktischer als oben, da hatte ich manchmal Bedenken, wenn ich während des Stickens gespult habe, dass sich die Fäden vielleicht in die Quere kommen können. Weniger sinnvoll finde ich die Anweisung in der Anleitung zum Faden abtrennen:
Der Faden wird mehrmals um die Spule gewickelt und dann unten am Messer abgetrennt. Bei mir war es dann mehrmals der Fall, dass ich am Ende eine Schlaufe aussen an der vollen Spule hatte. Der Weg bis zum Messer ist viel zu lang. Ich wickel den Faden einfach auf, bis ich ihn nicht mehr in den Fingern habe und starte dann das Spulen. So steht nichts über.
Der Platz rechts der Nadel ist gigantisch. Erst habe ich den Platz des Anschiebetischs links vermisst, dann habe ich meine Stoffe einfach anders rum aufgelegt.
Egal, wie rum, die Zierstiche werden gerade. Selbst die Omnimotionstiche.
Hier gibts allerdings Mecker. Die Fransenstiche lassen sich in der Maschine spiegeln, aber wenn man sie dann aufschneidet, fällt alles auseinander. Entweder, das Spiegeln wird gesperrt, oder die Stiche werden so programmiert, dass die Vernähstiche immer nach den Fransen genäht werden. Ich hoffe, das wird bei einem Update behoben. Auf dem Bild nur der richtig genähte Stich, den Fadensalat erspare ich euch.
Auch bei der Epic gibts wieder den Sewing Advisor.


Hm, ja, die Knopflöcher. Ich teste noch...




Typisch Husqvarna, alle Bekleidungsstoffe werden gut genäht.

Von den 13 Maschinen, die ich bis jetzt hatte, hat noch keine diese Stellen so gut genäht wie die Epic. Keine Schlaufen, Ober- und Unterfaden perfekt verteil. Ich bin begeistert.
Genäht mit angebauten Obertransport, der ist enthalten. Die Nähsohle mit der Mittelkantenführung ist allerdings optional. Beide Bilder zeigen die Unterseite.
Das Sticken der Hülle hat auch gut geklappt. Im Gegensatz zu Ruby und Topaz musste ich wegen der unterschiedlichen Höhen weder tricksen noch nachhelfen.
(Die Datei findet ihr unter "Freebies und Freebooks")

 Bevor man losstickt muss man erst mal rundherum frei räumen.
 36x26 ist schon ne Wucht.
Einpannen war hier trotzdem nicht nötig, ich habe sie nur heften lassen.
Das Herz ist eine integrierte Datei.
Wenn man mit der Motivauswahl fertig ist, sieht man diesen Bildschirm. Hier wird angezeigt, welche Punkte zu beachten und ausgewählt sind. Ändern ist später trotzdem möglich.

Das Schneiden der Sprungfäden find ich ja wirklich praktisch, aber von hinten sieht es aus wie Kraut und Rüben....
Manchmal versteh ich das Deluxe Stitching System nicht. Links an, rechts aus, sonst nichts geändert.

Auch im Nähmodus ist sie XL. Hier mit aufgeklappten Staufächern.
Aber auch die bekommt man voll ;)
Für meine erste Jeans hab ich gleich mal einen Omnimotionstich gewählt. Mit Madeira Decora12 waren allerdings einige Einstellungen notwendig. Gut, dass sie viel Platz für gespeicherte Stiche hat.
So nach und nach war es dann immer schwieriger, mit Decora zu nähen. Nach ein paar Telefonaten ging die Epic dann auf die Reise. Ein paar Tage in der Werkstatt konnten das Problem am Deluxe Stitching System beheben, jetzt näht sie auch mit Decora12 und den großen Omnimotionstichen wieder einwandfrei.
So konnte ich meine Kissenhüllen endlich fertig machen.
Bestickt mit einer Datei von Urban Threads.
Die Rückseite wollte ich auch schon und hab daher Spitze auf den Hotelverschluss genäht und noch ein bisschen "Deko".

Mehr dazu könnt ihr HIER lesen.

Jetzt kanns weiter gehen. Wollt ihr etwas bestimmtes getestet haben?
Ich sticke derweil weiter im großen Rahmen:
Stickdatei von Urban Threads


Allerdings werde ich zunehmend ungehalten. Im Moment vertragen wir uns gar nicht:




Hier könnt ihr euch das letzte Video zur Epic anschauen:

Und hier gibts den Bericht als PDF: HUSQVARNA VIKING DESIGNER EPIC

Kommentare:

  1. Ich bin sprachlos. Es sind dieselben Probleme, die ich bei der Designer Ruby auch schon hatte. Der Knopflochfuß taugt nur für Vorführstoffe usw. Das Potential der Maschine erhöht sich noch um ein Vielfaches, wenn man sich in die Professionalsoftware fürs Sticken hineinkniet. Die Stickrahmen sind für diese Maschinen einfach zu groß. Durch die Rechteckform ergibt sich in den verschiedenen Zonen z.B. in den Ecken ein anderes Spannungsverhalten als in anderen Bereichen. Dafür müsste man theoretisch dauernd an der Ober- und/oder Unterfadenspannung herumstellen, was praktisch unmöglich ist. Es freut mich, endlich mal jemand gesehen zu haben, der sich nicht durch Preis und Elitärgelaber hat bestechen lassen. Ihrem Gesichtsausdruck entnehme ich, dass Sie noch einiges mehr heraus gefunden haben, was nicht als delikat zu bezeichnen wäre. Also, meine Anerkennung für Ihren Test.

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    1. Hallo aus Stuttgart,

      Ich habe eine Pfaff Creative 4.5 mit grossem Stickmodul. Die gleichen Probleme....dazu häufiges Fäden abreissen!
      War bereits nach 3 Wochen zur Reperatur dann nach 6 Monaten für 6 Wochen-übrigends ohne Leihmaschine.

      Volles Unverständnis vom Händler über meine Probleme, nur würde ich nochmals eine Näh/Stickkombimaschine kaufen. Das ist einfach nicht perfekt.
      Erst jetzt nach fast 2 Jahren "freunde " ich mich zumindest mit dem Nähen an.(die 40 Jahre alte Pfaff kann das echt besser).

      Beim Sticken sitze ich immer startklar daneben, falls es wieder habt, der Fäden reisst oder sonst irgendeine Befindlichkeitsstörung der Maschine Auftritt!!!
      Ich bin müde mit dem Händler rum zu streiten und müde die Maschine wochenlang zur Reperatur zu geben, wo doch angeblich nichts zu Reparieren ist!!!
      Inzwischen habe ich Overlock und Covermaschine gekauft....beides nicht mehr Pfaff, denn ich kaufe von denen nichts mehr!

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    2. Das ist ärgerlich. Allerdings solltest du das nicht so hinnehmen. Ich würde beim Händler so lange auf der Matte stehen, bis die Maschine einwandfrei funktioniert.
      Alternativ kann man sich auch an Pfaff direkt wenden. Von Husqvarna zum Beispiel weiß ich, dass sie Maschinen auch schon direkt getauscht haben, als die Kundin mit dem Händler nicht mehr klar gekommen ist.
      Egal, was ein Artikel kostet, wenn er seinen Zweck nicht erfüllt, ist jeder Euro zu viel.
      Overlock und Cover von Pfaff begeistern mich auch nicht so. Ich denke, jeder Hersteller hat so seine Parademodelle, aber sie wollen alle überall mitmischen. Und oft steht ja nur noch der Name aussen drauf, drin ist was ganz anderes.
      Meine Stickmaschinen vermisse ich bis jetzt übrigens noch nicht ;)
      VG
      Tanja

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