Cardigan mal drei

Laaangweilig .... Oder nicht?
Drei mal der gleiche Schnitt? Aber wenns doch so schön ist. Ich mag ihn.
Und ich hab noch mehr davon. Nur die drei sind neu:


Der Schnitt ist aus der Burda Easy H/W 15 und wirklich easy. Kein Verschluss, nur zwei Abnäher am Halsausschnitt, da kann man schon ein bisschen mit Varianten spielen.
Nr. 1 ist aus einem French Terry in Tierhautoptik, ich finde, es hat was von Elefant.
Die Taschen sind wie im Schnitt angegeben in die Seitennaht eingenäht und einfach aufgesetzt.
Im Deckstich der Cover hab ich zwei Bauschgarne gleichzeitig verwendet, um die verwaschene Optik des Stoffes zu wiederholen. Und, weil ich micht nicht für eine Farbe entscheiden konnte ;)
 Nr. 2 ist aus Swafing Ben und ich hab seitliche Eingrifftaschen genäht nach dieser Anleitung: Lillesol. Der Beleg ist diesmal nur von Hand blind angenäht.
Nr. 3 kam als letztes, da etwas aufwändiger. Ich habe Retro Stripes aufgenäht, die Ärmel sind nur dreiviertel lang.
Die Taschen werden genäht wie einseitige Paspeltaschen, allerdings mit Retro Stripes statt Stoff. Auch dazu wird es eine Anleitung geben.

Infos:

  • Schnittmuster: Burda Easy H/W 15
  • Stoffe: French Terry Pele Animal von Sonntagshase, Swafing Ben, Albstoffe Pattern Love Knitty Brick, Retro Stripes
  • Garne: Madeira Aerolock, Mettler Seraflock, Madeira Aerofil, Gütermann Bulky Lock
  • Maschinen: Bernina L460, Brother CV 3550, Bernina B530
  • Verlinkt bei: DufürdichamDonnerstag


Mal wieder was für Männer

Diesmal gibt´s mal wieder was für Männer. Liegt einfach am Stoff. Er hat mir gleich gefallen, aber für mich selbst war er dann doch nichts. 
Ich habe zum ersten Mal bei Stoffonkel bestellt. Mir wurde gesagt, der würde auch nach mehreren Wäschen noch aussehen wie neu, das will ich mal probieren. 
Also gab es für den Mann eine Shorts nach dem Schnitt Tommy aus einer LMV. Mittlerweile figurtechnisch etwas angepasst und ohne hintere Taschen. Für den Neffen gab es den More Grey aus einer Ottobre. Beide Teile hab ich mit Jerseyapplikationen versehen, die ich mit dem Plotter geschnitten habe.
Jersey mit dem Plotter? Ja, das geht. Der Stoff für die Applikationen ist von DinDin Handmade und ähnlich stabil wie der andere Jersey. Mit dünnen Viskosejerseys wird es wohl nicht klappen.
Auf die Rückseite hab ich Vliesofix gebügelt und das Messer auf 8 gestellt.

 Für den ersten Versuch hab ich nach einer möglichst einfachen Form gesucht, diese hier ist in Canvas integriert. Soll bestimmt ne Tortengrafik sein, aber ich fand, sieht aus wie Pacman ;)
Und da das Ganze nun ohnehin schon einen 90er-Touch hatte, gleich noch ein bisschen Neon dazu. Die Appli hab ich dann mit dem Vliesofix auf den Stoff gebügelt und mit der B530 festgenäht. Bei der hab ich dabei gleich einen neuen Stich entdeckt, die Nr. 713. Der wird genäht wie der Dreifachstretchstich, aber mit einer Wiederholung mehr, womit das Garn noch ein bisschen besser rüber kommt. Das Garn ist die Nr. 9937 Aerofil von Madeira.
Mit dem Aerofil hab ich dann gleich weiter gecovert, in den Nadeln und im Greifer kam Gütermann Bulky Lock in weiß dazu. Der Streberstreifen musste auch noch sein, dazu werde ich euch noch ein Tutorial schreiben und verlinken.
Auch die Applikationen auf der Hose hat der Plotter geschnitten. Hier wurden sie mit weißem Garn aufgenäht und die Covernähte sind komplett mit Bulky Lock. Die Tascheneingriffe und die Saumumschläge sind mit grauen Jerseyresten genähten. Am Saum wurde einfach nur von rechst ein Streifen mit der Ovi angenäht, nach aussen umgeschlagen und an vier Stellen mit dem Knopfannähstich befestigt. Die Bändel sind mit der Bernina L460 genäht, eine Anleitung dazu gibt es im Overlockerhandbuch.

Jetzt werde ich mal wieder ganz gemütlich was für mich nähen und die Männer testen lassen, wie Bulky Lock nach ein paar Wochen Tragezeit aussieht.

Infos:
  • Schnittmuster: Shorts Tommy LMV, More Grey Ottobre
  • Stoffe: Scratchy Stoffonkel, Dindin Handmade
  • Garen: Madeira Aerofil, Gütermann Bulky Lock
  • Maschinen: Brother CV 3550, Bernina L460, Bernina B530, Brother DC100

Morgenmantel

Ich bin ein Morgenmuffel. Aufstehen ist kein Problem, aber dann komm ich einfach nicht in die Gänge. Da bin ich jeden Morgen dankbar, dass ich von zu Hause arbeiten kann und beschränke mich auf das Nötigste. Und darum besitze ich Morgenmäntel. Ja, mehrere.
Sie unterscheiden sich nach Jahreszeit und werden mittlerweile auch selbst genäht.
Jetzt wars mal wieder soweit und das Modell für Frühling und Herbst ist fertig:
Genäht hab ich es aus Waffelpique von Swafing. Der hat es mir schon lang angetan. Der Schnitt ist von Burda, aus der Ausgabe 1/11. Eigentlich ein schlichter Lodenmantel, aber schon lang ein Basic bei mir, egal ob für Morgenmantel oder schnelle Jacke zum Drüberwerfen. Der Schalkragen ist einfach richtig kuschlig. 
Die Taschen sind XL, ich schlepp manchmal einiges mit mir rum, bis alle aus dem Haus sind. Verziert hab ich mit dem Dreifachbänderstich der Icon. Es hat lang gedauert, bis ich mich für eine Farbe entschieden hatte, dann hatte ich keine passenden Bänder da. Irgendwann hab ich dann einfach mal Singlejersey aus Baumwolle in Streifen geschnitten und gedehnt, damit er sich einrollt.
Diese Schnüre hab ich dann mit dem Stich Nr. 10 aufgenäht. 
Schließlich muss die Verzierung ja mit dem großen Waffelmuster konkurrieren.
Der gleiche Jersey wurde dann auch für die Einfassung benutzt. 

Da hab ich aber etwas gegrübelt. Denn alleine eine vordere Kante war länger als mein längster Jerseystreifen. Ich müsste also ansetzen. Davon rate ich aber beim Einfasser immer ab.
Habs aber trotzdem versucht ;)
 Dazu den Streifen ansetzen wie Schrägband. Also einen 45 Grad Winkel anschneiden.
 Rechts auf rechts aufeinander legen.
Und zusammennähen. Anschließend gut auseinanderbügeln und die überstehenden Ecken abschneiden.
 Wenn so ein Stück in Richtung Einfasser kommt, darauf achten, dass es nicht hängen bleibt.
Hier kann man nochmal kontrollieren und auch während der Übergang im Einfasser ist, immer nachschauen. Klappt doch was um, kann man das mit der Pinzette oft noch richten.
Das hat überraschend gut geklappt und ich hab die vordere und untere Kante gleich in einem Rutsch eingefasst. Die untere Ecke hab ich dazu abgerundet und am hinteren Ausschnitt begonnen und geendet, dort wurden dann die zwei Schalkragenteile zusammengenäht.
Auch der Gürtel ist eingefasst. Die Brother CV3550 hat sich weder von den Übergängen der Streifen noch von den Oviseitennähten beeindrucken lassen. Lag vielleicht auch am Bulky Lock, mein neues Lieblingsbauschgarn. Ich glaub, davon brauch ich mehr. Kann man ja auch in den Nadeln verwenden. 
Ein paar Nähte musste ja auch die L460 machen: 
Die hat etwas mit der Stoffmasse gekämpft und mir mehrmals die rechte Nadel ausgefädelt. Ich kenn das Phänomen, das macht sie gern, wenn die Nadelstärke zu gering ist. Aber ich hatte ja schon 90er drin .... Also mal 100er probiert. Ich glaub, zum ersten Mal an der Ovi. Und schon lief es wieder wie am Schnürchen.

Das war der Schnappschuss im Nähzimmer, als ich endlich fertig war. Ja, mein Mann hat Recht, meine Morgenmäntel sehen immer aus, als hätte ich ne Decke angezogen. Aber ich mag das. Ist doch schön, ein bisschen Bettwärme mit sich rumzutragen, oder?

Infos:
  • Schnittmuster aus Burda 1/2011
  • Stoff: Nelson von Swafing, Baumwolljersey unbekannt
  • Maschinen: Pfaff Creative Icon, Brother CV 3550, Einfasser Single Fold, Bernina L460
  • Garne: Gütermann Bulky Lock, Madeira Aerofil, Aerolock, Aeroflock
  • Verlinkt bei: Du für dich am Donnerstag , Sewlala