Homewear nähen - lohnt sich das?

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Vielleicht kommts mir nur so vor, aber ich werde immer häufiger gefragt, ob es sich lohnt, selbst zu nähen. Ich frage mich das schon lange nicht mehr. Und so hab ich auch kein Problem damit, mir etwas zu nähen, das kaum jemand zu Gesicht bekommt. Meine Couchinghose zum Beispiel.
Von einer alten Jogginghose abgenommen und angepasst ist sie genau das richtige Teil zum gammeln. Hauptstache bequem, aber bleibt da, wo sie soll und hat Taschen!
Und wenn ich überlege, wie viel Zeit ich zu Hause verbringe, lohnt es sich eigentlich schon.
Lange halten sollen sie auch noch und daher hab ich auch gern zu Gitte gegriffen.
Gitte ist ein Baumwolljersey mit 5% Elasthan von Swafing und es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben. Fototechnisch hab ich nun nicht gerade die besten Farben, aber was solls...
Wie kommt auf die Idee, sich das Swafing Webband auf die Hose zu nähen? Ganz einfach, in Herzogenaurach....Ich war bei Adidas im Outlet und irgendwann hatte ich eine Hose in der Hand mit einem Schriftzug am Bein runter. Da fiel mir das Band ein und zu Hause hab ich gleich Stoff, Band und Decora auf einen Haufen geschmissen und losgelegt.
 Ein bisschen plotten musste dann auch noch sein.
Ich konnte mich nicht entscheiden, welche Taschen hinten drauf sollten, also hab ich es gelassen und stattdessen gleich mal einen Fleck aus Flock draufgeplottet. Dann fallen die ersten echten Flecken vielleicht nicht so auf....
 Der Schnitt ist wie gesagt mal abkopiert und schrittweise immer ein bisschen verändert worden.
Die Taschen mach ich immer nach Lust und Laune, hier wurden es innere Taschen mit eingefasster Kante.
 So langsam denke ich doch über eine richtige Abrollhilfe nach.

 Ich mag ja Flockfolie, aber man sieht wirklich jeden Fussel drauf....

 Eingefasst hab ich auf links mit Madeira Decora12. Gitte ist perfekt für den Einfasser.
Saubere Kante innen.
 Das Ganze dann gleich noch mal in dunkelblau.
 Diesmal mit aufgesetzten Taschen mit offenen Kanten.
 Auch die hinteren Taschen sind offen gecovert.
 Ich hab alle Taschen von rechts mit weißem Faden mit der Nähmaschine (Oberfadenspannung 0, Stichlänge 5) aufgenäht.
Dann konnte ich einfach von links covern.



Eigentlich bin ich ja gar kein Bauschgarnfan. Tja, wäre ich neulich nicht beim Nähpark gewesen und mal mit Madeira Bauschgarn gecovert. Das ist viel dicker als mein Mettler und mach einen ganz anderen Eindruck.
 Hier mit 2 Nadeln breit gecovert.
 Einfach über die Ecken raus und nachher alle Fäden von Hand vernäht.
Klingt nach viel Arbeit, aber ich mag das.
Und da es ja nun endlich wärmer wird, gab es auch noch eine Skarpa dazu:
 Auch ein toller Schnitt, dazu noch for free.
Der Plott war noch von meinem Sohn übrig, aber ich fand ihn einfach zu witzig. Reflektierende Folie mit nachtleuchtender Folie.
 Hier kam mal der Originaleinfasser zum Einsatz.



 Man muss halt dran denken, die NZG wegzuschneiden. Mit dieses Konstruktion geht das ratzfatz.

 Die hinteren Taschen sind gedoppelt, damit sie auch mal was aushalten.
 Na, ganz schon viel, oder? Jetzt bin ich erst mal ausgestattet, aber die nächsten Teile sind schon in Arbeit.

Schnitte: Eigener, Skarpa von Maluri
Stoffe: Swafing Gitte
Maschinen: Bernina L460, Janome Cover 2000, Bernina B530
Garne: Madeira Decora12, Brildor Stickgarn, Gütermann Allesnäher, Trojalock
Kamera: Sony Alpha 6000
Plotts: Silhouette Cameo, Hobbysqeezy, Poliflock, Silhoutte reflektierende Folie, Silhouette nachtleuchtende Folie

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